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STEYR 680 M3 X-TRA CAB

von Robert aus Wien, robert@toro.cc
Roberts Homepage www.toro.cc

Ich habe das Fahrgestell 1997 vom Bundesheer über eine Auktion im Dorotheum ersteigert. Seinerzeit bekam man diese den 2-Achser für die lächerliche Summe von 800-7000 Schilling. Für den 3-Achser hat man schon tiefer in die Tasche greifen müssen (3000-22000 Schilling).
Soweit ich informiert bin, gehen heute die 6x6 Fahrzeuge mit Seilwinde mit dem Direkteinspritzer Motor nicht unter 2800 Euro weg.
Der Aufbau "LAK-II" ist aus 10mm GFK, schusssicher und kommt aus der ehemaligen DDR, wo es an diversen Fahrgestellen (z.B. Ural, Tatra oder IFA) der nationalen Volksarmee als Funkkoffer, Werkstatt, Feldküche, Generatorenshelter oder als Kommandozentrale diente. Es gibt vieles das leichter ist, aber mir ist nichts bekannt, das so robust ist wie der LAK.
Während der vielen Jahre der Bauzeit habe ich von jeder Seite nur Horrorgeschichten gehört was die Typisierung meines Fahrzeuges anbelangt. Es gab auch unwissende die sich erst gar nicht vorstellen konnten, dass dieses Fahrzeug auf legalem Wege dem Verkehr zugeführt werden kann. Ich muss auch dazusagen, dass an dem Steyr außer den Fahrgestell und Motor alles verändert und selbst gebaut wurde. Dem entsprechend hatte ich die Hosen voll, als ich zum Landesprüfanstalt fuhr, um eine Neuzulassung zu beantragen.
In Wien sollte man erst gar nicht versuchen so ein Fahrzeug zu Typisieren, denn es wird für jede Veränderung ein TÜV- oder ZT-Gutachten eingefordert.
Ich habe mein Hauptwohnsitz zu einem Bekannten nach Linz Verlegt (hat nix gekostet, außer 10min meiner Zeit im Rathaus). Der Prüfer war recht hingerissen von meinem Project-Car und eine dreiviertel Stunde später (und 120,- Euro weniger in der Tasche) hatte ich die Einzelgenehmigung in der Hand.
Typisiert wurde auf Sonderkraftfahrzeug, der somit als PKW/Wohnmobil gilt. Das Eigengewicht liegt bei 8500kg, das Höchstzulässige bei 9600kg (hinuntertypisiert von 12000kg). Ich habe auch zwei Sitzplätze im Wohnaufbau eingetragen bekommen. Hierzu ist eine Sprech- und Sichtverbindung zum Fahrer vorgeschrieben. Es gelten keine Parkverbote in Wohngegenden. Das Wochenend- und Nachtfahrverbot tangiert mich ebenfalls nicht. Der Verbrauch liegt bei etwa 27-30 Liter.
Für den 680er gibt es in Österreich ein Sondergesetz, das eine Neuzulassung trotz Nichterfüllung der Euro-Emissionsgrenze möglich macht.
Mit der Einzelgenehmigung ging ich zur Versicherung wo ich die Taferln bekam.
Die Jahres-Versicherungsprämie beträgt 780,- Euro (Sondertarif, Kontakt gebe ich bei Bedarf weiter).
Die KFZ-Steuer beträgt etwa 700,-Euro im Jahr.
Zusammenfassend kann ich durchaus behaupten, dass eine Typisierung vollkommen unproblematisch ist, wenn wirklich gewissenhaft und sauber gearbeitet wird.
Viele Grüsse
Robert

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